Auto für längere Standzeiten vorbereiten – 10 Tipps für Urlaub, Saisonpause und selten genutzte Fahrzeuge
Ein Auto wird manchmal mehrere Wochen oder sogar Monate nicht bewegt. Das kann während eines längeren Urlaubs, bei einem Zweitwagen, einem Saisonfahrzeug oder einem Cabrio über den Winter der Fall sein. Einfach abstellen und später wieder einsteigen ist jedoch nicht immer die beste Lösung. Mit einigen Vorbereitungen lässt sich das Fahrzeug sinnvoll auf eine längere Standzeit vorbereiten.
1. Fahrzeug vor dem Abstellen gründlich reinigen
Vor einer längeren Standzeit empfiehlt sich eine Reinigung der Außenflächen. Vogelkot, Insektenreste, Baumharz und andere hartnäckige Verschmutzungen sollten möglichst nicht wochenlang auf dem Lack verbleiben.
Auch Bereiche, in denen sich Blätter und Schmutz sammeln können, lassen sich vor dem Abstellen kontrollieren.
2. Innenraum nicht vergessen
Lebensmittelverpackungen, leere Flaschen und andere Gegenstände sollten aus dem Fahrzeug entfernt werden. Auch Fußmatten und Kofferraum können vor einer längeren Pause gereinigt werden.
Feuchte Gegenstände sollten möglichst nicht im geschlossenen Fahrzeug zurückbleiben. Dadurch startet das Auto nach der Standzeit mit einem sauberen Innenraum in die nächste Nutzung.
3. Einen geeigneten Stellplatz auswählen
Eine trockene Garage bietet andere Bedingungen als ein Parkplatz unter freiem Himmel. Ist nur ein Außenstellplatz verfügbar, kann die unmittelbare Umgebung bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Direkt unter Bäumen können beispielsweise Blätter, Vogelkot oder Baumrückstände auf das Fahrzeug gelangen. Auch stark befahrene Straßen können zu einer schnelleren Verschmutzung beitragen.
4. Reifendruck vor längeren Standzeiten kontrollieren
Reifen verlieren mit der Zeit Luft. Vor einer längeren Pause empfiehlt sich deshalb eine Kontrolle des Reifendrucks entsprechend den Vorgaben des Fahrzeugherstellers.
Bei sehr langen Standzeiten können zusätzliche Maßnahmen für die Reifen sinnvoll sein. Welche davon für ein bestimmtes Fahrzeug geeignet sind, hängt von Fahrzeug, Reifen und Dauer der Standzeit ab.
5. Batterie berücksichtigen
Auch wenn das Auto nicht gefahren wird, können elektrische Systeme weiterhin Energie benötigen. Bei längeren Standzeiten kann sich die Fahrzeugbatterie deshalb zunehmend entladen.
Besonders vor mehrmonatigen Pausen sollte geprüft werden, welche Empfehlungen der Fahrzeughersteller für die Batterie vorsieht. Moderne Fahrzeuge können dabei andere Anforderungen haben als ältere Modelle.
6. Tank beziehungsweise Antriebssystem beachten
Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor können je nach Dauer der Standzeit bestimmte Vorbereitungen rund um Kraftstoff und Betriebsflüssigkeiten sinnvoll sein.
Bei Elektrofahrzeugen spielt dagegen unter anderem der Ladezustand der Batterie eine Rolle. Hier sollten die Empfehlungen des jeweiligen Fahrzeugherstellers für längere Standzeiten beachtet werden.
7. Scheiben und Dichtungen kontrollieren
Vor dem Abstellen lohnt sich ein kurzer Rundgang um das Fahrzeug. Sind sämtliche Fenster vollständig geschlossen? Ist das Schiebedach geschlossen? Befinden sich sichtbare Schäden an Dichtungen?
Solche Kleinigkeiten lassen sich vor einer längeren Abwesenheit wesentlich einfacher beheben als nach mehreren Wochen Standzeit.
8. Autoabdeckung passend zum Stellplatz auswählen
Eine Fahrzeugabdeckung kann bei längeren Standzeiten zusätzlichen Schutz vor Staub und verschiedenen Verschmutzungen bieten. Für eine Garage kann beispielsweise eine leichte Staubabdeckung ausreichend sein, während für einen Außenstellplatz ausdrücklich dafür geeignete Modelle benötigt werden.
Größe und Passform sollten zum Fahrzeug passen. Bei Outdoor-Abdeckungen ist außerdem eine zuverlässige Befestigung wichtig, damit das Material bei Wind möglichst sicher sitzt.
9. Auto nicht schmutzig abdecken
Eine Autoabdeckung sollte möglichst auf einem sauberen Fahrzeug verwendet werden. Befinden sich Sand, Staub oder andere grobe Partikel auf dem Lack, können diese zwischen Abdeckung und Fahrzeug eingeschlossen werden.
Auch die Innenseite der Abdeckung sollte sauber sein. Beim Aufziehen empfiehlt sich eine vorsichtige Vorgehensweise, damit das Material nicht unnötig über verschmutzte Oberflächen gezogen wird.
10. Nach langer Standzeit nicht sofort losfahren
Nach mehreren Wochen oder Monaten lohnt sich vor der ersten Fahrt eine Kontrolle des Fahrzeugs. Reifen, Reifendruck, sichtbare Flüssigkeitsverluste, Beleuchtung und allgemeiner Fahrzeugzustand können überprüft werden.
Bei ungewöhnlichen Geräuschen, Warnmeldungen oder anderen Auffälligkeiten sollte die Ursache zunächst geklärt werden.
Wie lange darf ein Auto eigentlich stehen?
Eine allgemeingültige Zeitspanne gibt es nicht. Fahrzeugtyp, Alter, Batterie, Reifen, Witterung und Stellplatz beeinflussen, wie gut ein Auto längere Standzeiten verträgt.
Zwischen zwei Wochen Urlaub und mehreren Monaten Winterpause bestehen außerdem deutliche Unterschiede. Je länger das Fahrzeug nicht bewegt wird, desto wichtiger wird eine passende Vorbereitung.
Garage oder draußen – was ist besser?
Ein geschützter und trockener Stellplatz bietet grundsätzlich andere Bedingungen als ein Standort im Freien. Eine Garage schützt das Fahrzeug beispielsweise vor direktem Niederschlag und vielen äußeren Verschmutzungen.
Steht das Fahrzeug draußen, können eine geeignete Positionierung und – sofern passend – eine dafür vorgesehene Autoabdeckung zusätzliche Möglichkeiten zum Schutz bieten.
Fazit – Gute Vorbereitung beginnt bereits vor dem Abstellen
Wer ein Fahrzeug längere Zeit nicht nutzt, kann bereits vor der Standzeit einige wichtige Punkte erledigen. Reinigung, Stellplatz, Reifen, Batterie und der allgemeine Fahrzeugzustand gehören ebenso dazu wie ein geeigneter Schutz vor äußeren Einflüssen. Dadurch wird die Autoabdeckung nicht zum einzigen Thema, sondern zu einem Bestandteil einer umfassenden Vorbereitung auf längere Standzeiten.
